Nach nur einem Monat: Demigod fällt drastisch im Preis

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Mein Herz blutet, auch wenn es bei einigen aufgrund dieser Schnäppchenmeldung frohlocken wird: Demigod, hier in Deutschland am 22. Mai gestartet, ist bereits derbe im Preis gefallen — von über 40 Euro zum Verkaufsstart auf 27 Euro — und das in gerade mal 5 Wochen.

Dieser Preissturz, gepaart mit meinen Verkaufscharts-Beobachtungen der letzten Wochen läßt nur den Schluss zu, dass Demigod zumindest hier in Deutschland grandios gefloppt ist — selbst wenn man sich vor Augen hält, dass die richtig Interessierten bereits zur günstigen Downloadvariante gegriffen haben.

Dass das Spiel mit brutalen Schwierigkeiten in den Onlinemodus gestartet ist, dürfte sicherlich einer der Gründe dafür sein, dass dem Strategietitel der Erfolg verwehrt blieb. Etliche Publikationen bemängelten außerdem den in ihren Augen zu geringen Spielumfang — insbesondere die fehlende Kampagne und die gerade mal acht Skirmish-Karten stießen so manchem Redakteur sauer auf. Das Resultat: Hohe 70 bis niedrige 80er säumten die Wertungskästchen der meisten Spielemagazine (auf Metacritis kommt Demigod auf 76 Punkte).

Grund genug also, Gas Powered Games ambitioniertes Werk mit Nichtbeachtung abzustrafen? Ich sage Nein! Demigod mag Fehler haben und der Onlinemodus hat mich Weiß-Gott viel Zeit und graue Haare gekostet, aber das Spiel ist im Kern, und damit ist Präsentation, Steuerung, Atmosphäre und Spielspaß gemeint, ein echter Kracher. Wenn man einen Titel über einen längeren Zeitraum fast jeden Tag spielt, dann muss er einfach etwas richtig gemacht haben.

Wer Demigod selbst austesten möchte, sollte sich bei den knapp 27 EUR nicht lange zieren; Strategiespieler, die keinen Groß wert auf den Solopart eines Spiels legen, sind mit Chris Taylors neuestem Werk bestens bedient.

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Datum: Dienstag, 30. Juni 2009 13:33
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